Entscheidende Momente: Mobiles Suchverhalten nutzen

Wer heute nach Informationen sucht, greift reflexartig zu seinem Smartphone. Im entscheidenden Moment gefunden zu werden, wird für Unternehmen immer wichtiger.

Kein Gerät hat unser Verhalten in den letzten Jahren so stark verändert wie das Smartphone. Tatsache ist, dass immer mehr Menschen über mobile Geräte konstanten Zugang zum Internet haben. Tatsache ist auch, dass diese Geräte in immer mehr Situationen als Entscheidungshilfe in Anspruch genommen werden und die gefundenen Informationen Kunden entscheidend beeinflussen. In einer Google-Umfrage gaben 82 Prozent der Smartphone-Besitzer an, ihr Gerät selbst dann zu konsultieren, um sich über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu informieren, wenn sie bereits in einem Laden stehen. Bemerkenswert ist dabei: Jeder zehnte Kunde entscheidet sich aufgrund einer raschen mobilen Recherche für ein anderes Produkt, als er ursprünglich erwerben wollte.

Zeitlich unterschiedliche Suchresultate
Die klassische Customer Journey als eine lineare Abfolge von Zyklen, die vom Wecken des Bewusstseins für ein Produkt bis zum konkreten Kauf führt, wird mehr und mehr durch solche spontane Entscheidungsmomente – Google nennt sie Micro-Moments – abgelöst. Als Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen ist es daher ratsam, bisweilen die Sicht der eigenen Kunden einzunehmen und ihnen in entscheidenden Lebenssituationen relevante Inhalte auf den richtigen Plattformen zu bieten.

Wichtig ist das nicht zuletzt, weil Suchmaschinen das sich verändernde Suchverhalten bereits berücksichtigen. Konkret bedeutet das, dass die Resultate, die Google auf eine Suchanfrage anzeigt, nicht immer dieselben sind. Die Suchmaschine gewichtet je nach Ort, Zeit und Form einer Suchanfrage die Resultate unterschiedlich und zeigt als erstes Antworten an, die aus Suchmaschinensicht die grösste Relevanz haben. 

«Be there! Be useful! Be quick!»
Um in einer Welt voller Micro-Moments erfolgreich zu sein, hilft es, drei Punkte zu beachten. Google selbst nennt diese: «Be there! Be useful! Be quick!» Von potentiellen Kunden gefunden zu werden, bedeutet, mögliche Fragen und Bedürfnisse zu antizipieren und mit entsprechenden Antworten präsent zu sein. Dies gilt nicht nur, wenn Kunden bereits eine konkrete Kaufabsicht haben, sondern während ihrer gesamten Customer Journey. Dann zum Beispiel, wenn sie etwas wissen oder etwas machen wollen. In solchen Momenten sind potentielle Kunden offen, sich mit Content – und damit auch mit einem Produkt oder einer Dienstleistung – auseinanderzusetzen. Wer sich beispielsweise dafür interessiert, wie man eine Toilette einbaut oder Platten verlegt, der stösst fast zwangsläufig auf ein Youtube-Video.

Als Unternehmen gilt es demnach, sich in seine potentiellen Kunden zu versetzen. Nicht zu vernachlässigen, um rasch gefunden zu werden, ist überdies ein Eintrag bei Google My Business. Öffnungszeiten, geografische Lage, Kontaktmöglichkeiten und allenfalls Besucheraufkommen sind Angaben, auf die Kunden, die ein konkretes Unternehmen besuchen wollen, einen sofortigen Zugriff wünschen.

Die «Inside-Out-Brille» ablegen
Eine benutzerfreundliche, responsive Website bleibt nach wie vor eine gute Basis. Um in den Micro-Moments zu punkten, sollten Unternehmen die «Inside-Out-Brille» ablegen. Die oft festgetretenen Marketing- und Kommunikationspfade zu verlassen, um neue Wege zu gehen, lohnt sich eigentlich immer.

 

Gedankenanstoss

  • Für welche Lebenssituationen bietet Ihr Unternehmen relevante Informationen oder Produkte?
  • Wie suchen Ihre Kunden und was sind aus Kundensicht relevante Begriffe und Fragestellungen?
  • Geben Sie die Suchbegriffe und Fragestellungen in Ihr Smartphone ein! Ist Ihr Unternehmen präsent und gefällt Ihnen, was Sie sehen?
  • Sind Sie nur präsent, wenn Kunden bereits eine Kaufabsicht haben oder bereits vorher?

 

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